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Portraits von Fremden

Getroffen im Schanzenviertel

Der Flaschensammler

Getroffen im Schanzenviertel

Schanzenviertel, Hamburg, de
25.04.2015 16:13:15
1/80 Sek., ƒ / 5,6, 24 mm, ISO 200
Portraits < Menschen
(c) Ernst Wilhelm Grueter
CC BY-NC-ND 3.0 DE

Getroffen im Schanzenviertel

Genuß

Ein alter Mann, rauchend. Er saß auf einem Rollator in der Sonne.

Hauptbahnhof, Hamburg, de
01.10.2014 11:27:11
1/200 Sek., ƒ / 5,0, 90 mm, ISO 200
Portraits < Menschen
(c) Ernst Wilhelm Grueter
CC BY-NC-ND 3.0 DE

Getroffen im Schanzenviertel

Unter Bäumen

Wir trafen uns in einem Park und kamen ins Gespräch.

Eichtalpark, Hamburg, de
05.10.2014 14:23:09
1/200 Sek., ƒ / 1,8, 90 mm, ISO 320
Portraits < Menschen
(c) Ernst Wilhelm Grueter
CC BY-NC-ND 3.0 DE

Getroffen im Schanzenviertel

Fahrtwind

Auf einer Fahrt mit einer Barkasse durch den Hamburger Hafen.

Hafenrundfahrt, Hamburg, de
12.04.2014 18:03:49
1/200 Sek., ƒ / 3,2, 50 mm, ISO 200
Portraits < Menschen
(c) Ernst Wilhelm Grueter
CC BY-NC-ND 3.0 DE

Getroffen im Schanzenviertel

Coupe

Coupe und Daniel. Zwei Freunde, die es mir leicht machten, von der gegenüberliegenden Straßenseite herüberzukommen.

Reeperbahn, Hamburg, de
16.04.2017 16:35:21
1/320 Sek., ƒ / 2,8, 80 mm, ISO 640
Portraits < Menschen
(c) Ernst Wilhelm Grueter
CC BY-NC-ND 3.0 DE

Getroffen im Schanzenviertel

Flirt

mit einem Unbekannten,

Deichtorhallen, Hamburg, de
06.04.2017 18:21:30
1/125 Sek., ƒ / 1,8, 90 mm, ISO 500
Portraits < Menschen
(c) Ernst Wilhelm Grueter
CC BY-NC-ND 3.0 DE

Getroffen im Schanzenviertel

In Kontakt

im Starbucks am Hamburger Rathausmarkt.

Rathausplatz, Hamburg, de
17.09.2016 14:46:00
1/100 Sek., ƒ / 2,8, 80 mm, ISO 2000
Portraits < Menschen
(c) Ernst Wilhelm Grueter
CC BY-NC-ND 3.0 DE

Getroffen im Schanzenviertel

Optimist

Seit 30 oder 40 Jahren lebt er in Deutschland, zutiefst optimistich, in sich ruhend und den Menschen zugewandt.

Billstedt, Hamburg, de
06.09.2016 10:25:10
1/60 Sek., ƒ / 5,0, 120 mm, ISO 200
Portraits < Menschen
(c) Ernst Wilhelm Grueter
CC BY-NC-ND 3.0 DE

Getroffen im Schanzenviertel

Sommerlich. Auf einem Straßenfest.



Hansaplatz, Hamburg, de
04.06.2016 16:50:44
1/100 Sek., ƒ / 5,6, 120 mm, ISO 200
Portraits < Menschen
(c) Ernst Wilhelm Grueter
CC BY-NC-ND 3.0 DE

Portraits.

Schwierig. Du willst Nähe zu fremden Menschen herstellen. Warum eigentlich? Wenn ich das wüsste ... Mir gefällt: Ich habe Angst vor Fremden und will mich dieser Angst stellen, sie verlieren. Es lohnt sich, sich auf Fremdes einzulassen, du kannst auch hier vertrauen.

Wie, und was will ich erreichen?

Ein Balance Akt. Selbst voller Vorstellungen und doch erfordert die Situation, wie soll ich sagen, ein ergebnisoffenes Vorgehen. Wenn ich es mir überlege, besteht die Schwierigkeit eigentlich "nur" darin, mich zu überwinden und dann die Situation und den oder die Anderen anzunehmen. Und die Ergebnisse sind nicht immer von hoher Qualität. Sicher von meiner Erfahrung und meiner Stimmung abhängig aber mehr von der Persönlichkeit meines Gegenüber.

Einiges zu den Bildern

... Sommerlich. Ich bewundere den Mut, mit dem die junge Frau ein so dekoratives Accessoire trägt. Und mir gefällt der leicht kühle Zug um ihren Mund.

In Kontakt. Der Hut, die Tattoos, Accessoires, die ihre Individualität unterstreichen, ihre Konzentration.

Der Flirt. Klassisch, wie eine Ikone. Spontane Aufnahme. Und immer wieder lasse ich mich nicht ganz auf die Situation ein. Halte die Situation nur ganz kurz, zu kurz. Eigentlich halte ich die Situation kaum aus, oder. Habe vielleicht ein schlechtes Gewissen. Oder erlaube ich mir selbst nicht den Raum, das Tun. Weil mir früher kein Raum erlaubt wurde oder vermittelt wurde, das ich nicht wichtig war?

Unter Bäumen. Das war eine nette kurze Beziehung. Früh wurde meine Frage nach einem Foto abschlägig beschieden. Trotzdem unterhielten wir und weiter und gingen ein Stück Weg gemeinsam. Dann bot er mir eine paar Aufnahmen an. Dieses Foto zeigt vielleicht seine Vorbereitung?

Der Flaschensammler. Er war ganz erfolgreich, wie er sagte. Eine Aufbesserung des Arbeitslosengeldes. Angewiesen auf das Pfand, das andere sich nicht zurückholen.

9 thoughts on “Portraits von Fremden”

  1. Lieber Ernst Wilhelm,
    das sind sehr schöne Fotos – ich bewundere Deinen Mut – ich bin dafür zu schüchtern.
    Alles Gute
    K … (Workshop)

  2. Hallo Ernst Wilhelm,

    ich finde die Fotos wirklich super! Ich finde auch die Idee gut, Fremde zu fotografieren. Obwohl, so fremd sind sie dir ja in dem Moment garnicht mehr, du hast ja schon eine Beziehung zu ihnen aufgebaut. Solche kurzzeit Beziehungen sind einfach klasse und sehr interessant – und wenn man dann noch so tolle Fotos von ihnen macht wie du, kann z.B. auch ich daran teilhaben 🙂
    Ich freue mich über neue Fotos von dir!

    Viele Grüße von M…

  3. Hallo, Ewi!
    Danke, für die schönen Fotos und das Lebenszeichen von dir!
    Ich wünsche dir weiterhin viele schöne und gelungene Begegnungen, die dich berühren und
    bewegen.
    Liebe Grüße, Gisela

  4. Lieber Ernst Wilhelm,
    es ist eine große Freude Deine Arbeiten „Portraits von Fremden“ und die Bilder „Elbphilharmonie“, in einem adäquaten Umfeld wie es Deine klasse Webseite ist, zu sehen und zu würdigen.
    Deine Arbeiten haben alle eine sehr hohe fotografische Qualität, die noch durch die emotionalen Texte sehr gut unterstützt werden. Endlich kann ich auch ein wenig in Deine Seele schauen und auf der Seite „Hinweise zu mir“ entdecke ich viele Dinge die uns verbinden. Danke dafür.

    Wolfgang Schreier

    • Lieber Wolfgang.
      Danke für deine Freude und dein Lob. Ich gehe gerade neue Schritte, von denen ich noch nicht weiss, wohin und wie weit sie mich führen 🙂 Und da bist du mir als Begleiter gerade recht.
      Wir sehen uns. Irgendwann. Irgendwo.
      Ernst Wilhelm

  5. Hi Ernst Wilhelm, ich bin erstaunt, positiv natürlich, wie nah Du den Menschen bist, wenn ich so auf die eingesetzten Objektive schaue. Bin mit nicht sicher, ob ich es mich trauen würde. und übrigens qualitativ voll gut :- )

  6. Lieber Ernst,
    herzlichen Dank für Deine Fotos und Deine offenen Worte, die Deine Sensibilität verdeutlichen. Wärest Du nicht sensibel, könnte so eine innere und außere Nähe zu den von Dir fotografierten Menschen nicht sichtbar werden. Ich selbst finde Menschen zu fotografieren ist das Spannendste überhaupt,aber leider fehlt mir der Mut dazu. …
    Fotogrüße von
    M.

  7. Lieber Herr Grüter,

    vielen Dank für die Zusendung Ihrer aktuellen Foto-Links. Habe mich wirklich gefreut. Besonderes Interesse fanden Ihre Motive „Portraits von Fremden“ und darunter der Flaschensammler. Dazu rasch eine Shortstory:

    Eine Laune des Schicksals führte mich zwischen Februar 2010 und September 2014 nach Frankfurt/Main (das Thiedeweg-Domizil haben wir damals vorübergehend vermietet). In Frankfurt fuhr ich regelmäßig in einen Waschsalon, wo ebenso regelmäßig ein eher bürgerlich wirkender Flaschensammler die Müllkörbe durchwühlte. Eines Waschtages glaubte ich, in einem Salonkorb noch eine für ihn verwertbare Flasche zu sehen, und machte in bester Absicht den Sammler darauf aufmerksam. Er aber fuhr mich empört und indigniert an: „Sehn Sie nicht, dass das eine leere Waschmittelflasche ist? Was soll ich mit so einem Mist anfangen?“ Er hat mich nie wieder eines Blickes gewürdigt. Ich hatte nur helfen wollen…

    Zurück in Hamburg kamen meine Frau und ich mit einem Flaschensammler am Wandsbeker Mühlenteich ins Gespräch. So heiter wie stolz erzählte er uns, dass er nach manchen Sportveranstaltungen am Volksparkstadion bis zu 120 Euro Pfandumsatz generiere. Wir schenkten ihm zum Abschied eine von uns zuvor geleerte „Fanta“-Flasche. Aus Dankbarkeit gab er uns die Hand – was uns rührte.

    Freue mich auf Ihre nächsten fotografischen Zeitzeichen!

    Ihr J.

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